Zum Inhalt springen
ZinCuTec
Zum Inhalt springen
ZinCuTec

Wandregale aus Metall, ab 16 cm Tiefe

Sechs Wandregal-Formate aus Messing und Edelstahl, vom schmalen Bord bis zum modularen Wandsystem. Jedes Objekt wird in Deutschland gefertigt und ist in Standardmaßen sowie auf Anfrage als Sonderanfertigung erhältlich. Die konkrete Montage und Befestigung wird passend zum Produkt und zum vorhandenen Untergrund abgestimmt.

Schmales Wandregal oder tiefes Bord

Die Tiefe ist die wichtigste Entscheidung dieser Kategorie und wird fast immer zu großzügig getroffen. Sie wirkt harmlos, weil sie im Raum kaum auffällt, und sie bestimmt doch alles, was danach kommt: Traglast, Befestigungsaufwand und die Frage, ob ein Flur nach der Montage noch derselbe Flur ist.

Ein schmales Wandregal mit 16 cm nimmt Taschenbücher, Romane, Bilderrahmen und kleine Objekte auf, hängt in einem Flur, ohne den Durchgang zu verengen, und belastet die Wand am geringsten. Erst ab 20 cm kommen Sachbücher dazu, ab 30 cm Bildbände und größere Objekte. Ab dieser Tiefe wird die Befestigung zum eigentlichen Thema.

Sechs Formate, sechs unterschiedliche Aufgaben

RYU ist mit 16 cm das schlankste Bord der Reihe, 4 kg leicht und in drei Längen von knapp 100 bis knapp 200 cm zu haben. Mehrere Stück lassen sich untereinander oder versetzt reihen, wodurch aus einem einzelnen Bord eine durchgehende Wandlösung entsteht, ohne dass ein Rahmen notwendig wäre.

KINKO geht den anderen Weg. Als modulares Wandsystem, einzeln oder als Set aus drei oder fünf Einheiten, wächst es über die Fläche statt über die Länge. YUGEN setzt drei versetzte Borde zu einer kompakten Gruppe zusammen und liegt damit zwischen beiden Prinzipien.

JIKU ist ein skulpturales Einzelstück aus gekantetem Blech, ORIGAMI entsteht aus einer einzigen gefalteten Metallplatte. CHOWA ist mit 30 kg das schwerste und tiefste Stück der Reihe; es rahmt Bücher und Objekte, statt sie nur zu tragen. Drei Stücke, bei denen die Form vor der Fläche kommt.

Damit deckt die Reihe die ganze Spanne ab, vom nahezu unsichtbaren Bord bis zum Stück, das selbst als Objekt gelesen wird. Es sind zwei Enden derselben Aufgabe: Etwas soll an einer Wand liegen. Zwischen dem Wandregal, das dabei verschwindet, und dem, das sichtbar bleibt, liegt keine Qualitätsstufe, sondern eine Absicht. Beide Wege setzen dieselbe Materialstärke voraus, nur führen sie zu verschiedenen Ergebnissen.

Wandregal für Bücher oder Wandregal für Objekte

Die beiden Nutzungen stellen gegensätzliche Anforderungen, was selten auffällt, weil beide dasselbe Wort tragen. Ein Wandregal für Bücher benötigt Länge, gleichmäßige Tiefe und eine ruhige Form. Die Wirkung übernehmen dort die Buchrücken; das Regal hat die Aufgabe, sich aus dieser Wirkung herauszuhalten.

RYU ist dafür gebaut, in Sonderlängen auch über zwei Meter. Ein Regal für Objekte verlangt das Gegenteil: unterschiedliche Ebenen, Luft dazwischen und eine Form, die selbst etwas aussagt. Dafür stehen YUGEN, JIKU und ORIGAMI, die sich alle drei stärker über ihre Form definieren als über die nutzbare Fläche.

Wer beides an derselben Wand unterbringen möchte, sollte die Funktionen räumlich voneinander trennen. Bücher können sich in einer durchgehenden Linie ordnen, während einzelne Objekte darüber ihren eigenen Raum bekommen. Oder umgekehrt. Was selten funktioniert, ist die Vermischung auf derselben Ebene. Buchrücken und Objekte verlangen nach unterschiedlicher Aufmerksamkeit; stehen sie unmittelbar nebeneinander, verliert beides an Wirkung.

Ab einer gewissen Menge verändert sich die Frage. Für größere Bestände sind Bücherregale die konsequentere Lösung, weil ein stehendes System die Last über den Boden abträgt und die Wand entlastet. Eine wachsende Sammlung beginnt irgendwann, den Charakter des Möbels zu bestimmen. Was als Wandthema beginnt, wird mit der zweiten Reihe zu einer Frage der Statik und der Ordnung.

Modernes Wandregal im Wohnzimmer: Höhe, Reihung, Sondermaß

Für die Höhe gibt es keinen festen Wert, sondern einen Bezugspunkt. Über einem Sideboard hält man rund 40 cm Abstand zur Möbeloberkante, damit sich etwas hineinstellen und wieder herausnehmen lässt, ohne das Bord zu streifen. Frei an der Wand orientiert man sich an der Sitzhöhe der Umgebung.

Wo man sitzt, darf ein Regal tiefer hängen als in einem Flur, in dem man steht. Bei mehreren Borden übereinander wirken gleiche Abstände ruhiger als eine Staffelung, und der unterste Abstand darf großzügiger ausfallen als die darüber. Es sind Verhältnisse, die niemand nachmisst und die trotzdem jeder bemerkt.

Sonderlängen sind bei Wandregalen kein Sonderfall. Wände folgen selten Standardmaßen, also sollte ein Regal ihnen ebenso wenig folgen müssen. Benötigt werden die gewünschte Länge, die Tiefe und die Art der Wand. Daraus entsteht ein konkreter Vorschlag inklusive Befestigungskonzept. Gefertigt wird erst nach Bestellung; zwischen Auftrag und Auslieferung liegen fünf bis sechs Wochen. Dass die Wandart bereits bei der Bestellung eine Rolle spielt, ist ungewöhnlich und folgt aus dem, was am Anfang dieser Seite steht.

Häufige Fragen

Welche Tiefen habt ihr, auch 20 oder 30 cm?

RYU beginnt bei 16 cm und ist damit das schlankste Bord. Exakt 20 cm entstehen auf Anfrage, Sondertiefen sind in dieser Kategorie der Regelfall. Im Bereich um 30 cm liegt CHOWA.

Lassen sich mehrere Borde in einer Reihe hängen?

Ja, RYU ist dafür gedacht und in drei Längen erhältlich, die sich untereinander oder versetzt kombinieren lassen. Wichtig ist eine durchgehend angerissene Linie, weil bei geraden Metallkanten schon zwei Millimeter Versatz auffallen.

Eignen sich die Regale für Küche oder Bad?

Gebürsteter Edelstahl ist gegen Feuchtigkeit im Innenraum unempfindlich und dafür geeignet. Bei brüniertem Messing sieht das anders aus: Die Oberfläche reagiert auf dauerhafte Feuchtigkeit und Dampf und verändert sich schneller als im Wohnraum. Für Bad und Küche empfiehlt sich daher die Edelstahlvariante.

Was unterscheidet ein Design-Wandregal von einem Baumarktregal?

Drei Dinge: die Materialstärke, die ohne Rückwand oder Querstrebe auskommt, die Verarbeitung der Kanten und die Frage, ob sich das Modell in fünf Jahren noch nachbestellen lässt. Optik ist dabei das schwächste Kriterium, weil sie sich am leichtesten nachbauen lässt.